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BIO - GERSTE

 

Pflanzennamen:
Gemeine Gerste, Sommer-Gerste, Garsten
Pflanzentell: Korn
Inhaltsstoffe: Spelzfreie Gerste enthält ca. 57 Prozent Stärke, 9 Prozent Ballaststoffe, ca. 2 Prozent Fett und je noch Sorte zwischen 9 und 16 Prozent Eiweiß.

 

Weiters sind bedeutende Mengen an Kieselsbure, Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Phosphor und an B-Vitaminen enthalten, wie die besonders wertvolle Pantothensäure und Folsäure. In den Randschichten befinden sich besonders viele Tocotrienole - nahe Verwandte von Vitamin E und von Natur aus zum Schutz des Samenkorns gedacht. An Bio-Aktivstoffen sind unter anderem enthalten Phenolsäuren, Phytoöstrogene, Saponine und Phytinsäure. Ganz wesentlich aber ist der Reichtum der Gerste an Schleimstoffen von besonderem Quellvermögen.

 

Heilwirkung:

Die Gerste in vielfältiger Zubereitung kann den halben Medizinschrank ersetzen. Nach neuen US-Veröffentlichungen ist die Gerste antioxidativ, antiviral und senkt hohes Cholesterin. Außerdem enthält sie mehrere Krebsschutzstoffe. Ihre vielen Mineralien "schärfen die Sinne". Die Kieselsäure stärkt das Bindegewebe und die Wirbelsäule, kräftigt Haare und Nägel. Wegen des hohen Magnesiumgehalts zählt Gerste auch zur Herzschutznahrung. Weil Gerstenmehl wenig Gluten enthält, kann es ein guter Ausweg für Allergiker sein, die andere Mehle nicht vertragen. Gerste ist schließlich, aufgrund des hohen Gehalts an Schleimstoffen, ein ausgesprochen gutes Diät-, Stärkungs- und Heilmittel für Magen- und Darmpatienten

 

Fazit:

Das SOJALL- KEIMO- bzw. FERMENTA-FOOD Verfahren, kann zu Zeit als die natürlichste bzw. vollkommenste  Zubereitung für Getreide, Hülsenfrüchte, Linsen, Luzerne, Leinsamen, Rotklee, Erbsen, Weintraubenkerne, Sanddorn, Weizenkeime, Topinambur, Mango, Erdmandel, Kürbiskerne  usw. angesehen werden.

 

Botanik:

Die Gerste wird einjährig angebaut und wächst 0,5 bis 1,3 m hoch. Der knotig gegliederte Halm wird. von einem zart türkis getönten Blatt mit schmaler linearer Form schneidig umschlossen. Die langen, unbewimperten Blattöhrchen sind das Erkennungszeichen der Gerstenpflanze. Gerste besitzt einblütige 6 bis 8 cm lange Ähren mit zwei schmalen Hüllspelzen. Diese laufen bei den meisten Sorten in lange, strahlige Grannen aus, Die spelzenfreie Züchtung der Gerste ist Nacktgerste. Die Nacktformen mit den unbegrannten Ähren kommen sowohl bei den mehr wie bei den zweizeiligen Gersten vor. Die Ähren neigen sich oder hängen im reiten Zustand herab. Das etwa 8 mm lange Korn der Gerste ist ein derbes, ovales Gebilde von gold glänzender Farbe. Es ist oben behaart und zeigt am Rücken eine Nabelfurche. Botanisch betrachtet sind die Körner einsamige Schließfrüchte.

Gersten werden anhand ihrer unterschiedlichen Ähren in zwei- und mehrzeilige Formen unterteilt. Die zweizeiligen Formen entwickeln pro Ansatzstelle nur ein Korn, das voll und kräftig ausgeprägt ist. Bei den mehrzeiligen treten drei Körner pro Ansatzstelle auf, die sich aber nicht so kräftig entwickeln wie die der zweizeiligen Formen. Während zweizeilige Gersten meist als Sommergerste angebaut werden und in der Bierherstellung Verwendung finden, werden vier- und sechszeilige Gerstensorten als Wintergerste angebaut und dienen meist als Futtergerste.

Nacktgerste wird häufig im biologischen Anbau eingesetzt. Sie ist im Ertrag sehr wechselnd und wird daher weniger angebaut. Allerdings entfällt das Entspelzen, ein Vorgang bei dem Hülle und Keim des Korns meist beschädigt werden und viele kostbare Stoffe verloren gehen  und man erhält ein Korn von hoher biologischer Wertigkeit.