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BIO - HAFER

Pflanzennamen: Hafer, Haber, Howern, Biwen, Flöder, Gäbelshaber, Hattel
Pflanzentell: Korn
Inhaltsstoffe: Kein anderes Getreide kommt als Energiespender auch nur annähernd an den Hafer heran:
Neben der Stärke, welche zu 65 Prozent enthalten ist, kommen im Korn des Hafers bereits zerlegte, leicht verdauliche Umsetzungsprodukte vor.

Im Haferkorn entwickelt sich während Reifung, Keimbildung und Lagerung mit Hilfe von Enzyrnen die Spaltung der Stärke. Dies macht Haferkost für Säuglinge und Kleinkinder sowie Kranke besonders geeignet.
Pflanzliches Eiweiß und Fettstoffe, Lecithin, Kohlehydrate, Phytosterine, Provitamin A (Carotin), Vitamine B1, B2, B6, E und K, Patothensäure, Niacin, Biotin, Folsäure, Calcium, Phosphor, Eisen, Kobalt, Kupfer, Mangan, Zink (keine Heilpflanze enthält so viel Zink wie der Hafer), Aluminium, Kalium, Natrium, Magnesium, Schwefel, Chlor, Bor, Kieselsäure und Jode sowie dem Indol-Alkaloid Avenin, daß eine beruhigende Eigenschaft besitzt.
Hafer ist mit 12 bis 20 Prozent nicht nur das proteinreichste Getreide, sein ganz besonderes Eiweiß hat eine höhere biologische Wertigkeit im Vergleich zu allen anderen Körnern. Mit 100 g Haferflocken kann man bereits den Tagesbedarf an sechs der acht lebenswichtigen Aminosäuren decken. Und zusammen mit Milch oder Rahm ist das Eiweißangebot komplett.

Der Hafer übertrifft mit seinem Fettgehalt andere Getreidearten um das Drei- bis Vierfache. Es gibt australische Züchtungen, die bis zu 10 Prozent Fett enthalten. Dabei stecken im "Rohfett" des Hafers nur etwa 20 Prozent gesättigte Fettsäuren, während der Anteil der für Herz und Gefäße so gesunden ungesättigten Fettsäuren, voran der Linoisbure, extrem hoch ist.

Auch der Gehalt an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen ist bemerkenswert: Hafer hat weit mehr Kalzium, Eisen, Mangan, Silizium und Zink als andere Getreide und enthält reichlich Magnesium. Der Gehalt an B-Vitaminen ist ebenfalls beachtlich, besonders an dem "Antistress-Vitamin" Pantothensäure und an dem Blut- und Zellerneuerer Folsäure. Der Gehalt an Vitamin B 1 ist so hoch, dass 100 g Hafer schon 40 Prozent des Tagesbedarfs decken. Schließlich beinhaltet das Haferkorn reichlich Vitamin E, das als Oxidationsschutz wirkt und verhindert, dass das Fett im Hafer zu schnell ranzig wird.

Hafer enthält auch jede Menge Biostoffe wie Proteaseinhibitoren, Phytinsäure, Phenolsduren, Phytosterine und Saponine.

Heilwirkung: Seit alters her ist bekannt, dass der Verzehr von Hafer die körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen steigert. Dies äußert sich in verbessertem Durchhaltevermögen, geringerer Ermüdbarkeit und erhöhter Widerstandskraft gegenüber schwierigen klimatischen Einflüssen. Der leistungssteigernde Effekt beruht auf einer direkten Einwirkung der abgebauten Störke-Bestandteile, durch das FERMENTA-FOOD Verfahren zu Glucose auf die Muskulatur. Hinzu kommen die hochwertigen Eiweißverbindungen und Mineralien.

Die Verdauung beeinflusst der Hafer in mehrfacher Weise: Die Rohfasern beschleunigen die Darmperistaltik, die Schleimstoffe schützen die Darmwand vor Reizen und wirken einer Durchfallneigung entgegen. In den wasserlöslichen Ballaststoffen des Hafers sind so genannte ß-Glukane enthalten, die enorm quellfähig sind, aber zum großen Teil doch unverdaulich. Sie haben daher die Fähigkeit alle möglichen Stoffe, wie überschüssige Magensbäure, Schadstoffe, aber auch unerwünschte Bakterien, aufzunehmen und aus dem Körper zu transportieren.

Und Haferfasern binden schließlich nachweislich Gallensäuren, was im Endeffekt in einer Senkung des Cholesterinspiegels hinausläuft. Außerdem unterstützt Hafer die Arbeit von Bauchspeicheldrüse und Leber. Er ist natriumarm und deshalb gut geeignet für Nierenkranke und Menschen mit hohem Blutdruck. Hafer enthält Östrogene und reguliert den Hormonhaushalt.

Seit Beginn unseres Jahrhunderts wird er zu Haferkuren bei Zuckerkrankheit mit Erfolg eingesetzt. Dabei wirkt Hafer einer Übersäuerung des Blutes entgegen. Auch die Zuckerausscheidung im Urin wird herabgesetzt und die hohen Blutzuckerspiegel werden abgesenkt. Die antidiabetische Wirkung des Hafers erklärt sich aus seinem Gehalt an Fructose sowie einer Anregung der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse.

In der Krankenkost wird Haferschleim auch bei Magen-Darmkatorrhen gegeben. Ferner ist zu erwähnen, dass Hafer sich bei Zahnkaries günstig auswirkt.

Letztlich soll noch auf die psychischen Effekte der Haferkost mit Aktivierung und Aufhellung der Stimmungslage hingewiesen werden. Das ist bei Kindern und Erwachsenen mit Antriebslosigkeit und Depressionen zu nutzen.

 

Volksheillkunde: Hafer ist schiere Naturmedizin - und das ohne Nebenwirkungen.

Der Haferschleim, in suppiger oder breiiger Zubereitung, ist nicht nur eine der gesündesten und leicht bekömmlichsten Speisen, er stellt auch ein hervorragendes diätetisches Lebensmittel dar. Für magenschwache Rekonvaleszenten noch Magen oder Darmoperationen gibt es kaum ein besseres Nahrungsmittel als Hafer in den verschiedensten Zubereitungen. So kocht man Hafergrütze mit Milch zu einer breiigen Speise von beliebiger Dicke ein oder man kocht die Hafergrütze mit Wasser zu einem Brei, zu dem man erst beim Anrichten Milch oder kaltes Obers hinzufügt.

Die Haferschleimsuppe ist bei Brust- und Halsleiden sehr zu empfehlen.

Bei körperlicher Schwäche noch langer Krankheit bereite man nachstehende Speise: Man gebe 1 Esslöffel Hafergrütze bzw. Haferflocken in 1/2 Liter Wasser, lässt 1/4 Stunde stehen und fügt schließlich Honig und etwas Zitronensaft hinzu. Diese somit fertige Speise wird langsam ausgelöffelt.

Dieser Trank ist sehr belebend und stärkend: 2 Liter Hafer werden 8 bis 10mal in frischem Wasser gewaschen, in 3 Liter Wasser dann bis zur Hälfte eingekocht und sofort abgeseiht. In den Absud wird nach dessen entsprechender Abkühlung Honig eingerührt. Dieser Trank wird unter Tags schluckweise getrunken.

Fazit: Das SOJALL- KEIMO- bzw. FERMENTA-FOOD Verfahren, kann zu Zeit als die natürlichste bzw. vollkommenste  Zubereitung für Getreide, Hülsenfrüchte, Linsen, Luzerne, Leinsamen, Rotklee, Erbsen, Weintraubenkerne, Sanddorn, Weizenkeime, Topinambur, Mango, Erdmandel, Kürbiskerne  usw. angesehen werden.